The Day After VI
Wie schnell doch Traditionen entstehen...
Seit 2003 treffen sich die ASP und ASP.NET Communities im Januar in Bad Ischl.
Ziele dieser Veranstaltungen: Erfahrungsaustausch, Wintersport, Spass und noch mehr Spass.
Alle Ziele wurden erreicht. In vollem Umfang. Wie jedes Jahr. Ja, so entstehen Traditionen.
Freitag
Der Freitag als Anreisetag hat auch schon Tradition, doch war dieses mal einiges anders - einige unverzagte Wintersportler
machten schon seit Donnerstag die Pisten unsicher. Einige andere teilnahmewillige Communitymitglieder waren andererseits leider verhindert.
Peter, Reinhold samt Familie, Andreas, Salome und Stephan können/müssen hier nachlesen was ihnen dieses Mal entgangen ist.
Teilnehmer waren daher diesmal Christoph, Stefan (wo sind die Hasen?), Herbert (bei mir sind die Hasen!), Georg, Hans-Georg, Bernie,
Alex und seine Holde Sonja sowie der bescheidene Verfasser dieser Zeilen.
Das altbewährte Bistro Oriental war der traditionelle erste Anlaufpunkt. Dort gab es neben Tekins leckerem Futter - und mitgebrachtem Chili aus
garantiert nuklearem Anbau im Hause Wille - auch das tradtionell beliebte Glengabräu. Wieso davon immer zuwenig, viel zu wenig, vorhanden ist?
Danach gings weiter ins, nein nicht ins Segafredo, sondern gleich zum Würstel Judy. Man muss ja nicht gleich unflexibel werden vor lauter Traditionen.
Herbert musste uns ziemlich plötzlich wegen eines "Kunden" verlassen. Würde nur eine Viertelstunde dauern. Tja, der Hahnsche Innendienst dauerte
dann etwas länger, vier Schnapstee in etwa. Und einige Euro an Handygebühren, schliesslich wollten wir ja über den Fortgang der Hahnschen
Servicearbeiten unterrichtet sein. Laut Stefan hat sie übrigens eine angenehme Stimme.
Apropos Stefan - wer Silberzwiebeln (a.k.a. Perlzwiebeln) als Beilage zum Schnapstee bestellt gehört in die Klapse. Als wir dann Herbert durch
Telefonterror, äh sanfte Überredung von seiner Dienstleistung zurückhatten
gings ins Stehbeisl. Da dort allerdings ein deutlicher Hasenunterschuss herrschte verweilten wir auf vielfachen Wunsch nicht sonderlich lange. Traditionellerweise
ging es allerdings weiter ins KuK. Ganz so innovativ muss man als traditionsbewußter Mensch ja auch nicht sein. Und wie zu erwarten war, fanden sich da denn
auch einige von Herberts reichlich vorhandenen Tagesabschnittsgefährtinnen an. Sogar Georg - der im Gegensatz zu Herbert nicht der seriellen
Hochfrequenzmonogamie anhängt - war begeistert. Ob sich das Gambit "obskure Fakten über Schweizerkernkraftwerke die sie wirklich nie wissen wollten" als Aufrissmasche
durchsetzen wird ist allerdings eine Frage die nicht geklärt wurde (und wohl besser auch nie geklärt werden sollte). Sam, der grossartige Braumeister dem die
Welt das Glengabräu verdankt war auch mit von der Partie, sein Bier hatte er allerdings nicht dabei. Man kann nicht alles haben.
Der inzwischen traditionell gewohnte Absturz der üblichen Verdächtigen Herbert und Stefan fand auch wie gewohnt statt.
Ob, wann, wie und mit wem die beiden dann nach Hause fanden weiss allerdings keiner. Und erzählt haben sie auch nichts.
Samstag
Die Skifahrer waren traditionell sportlich unterwegs. Und diesmal waren tatsächlich mehr Skifahrer als Rodler vorhanden.
Die Rodler - dreie an der Zahl, Herbert, Stefan und der Verfasser - trafen sich um 12 Uhr bei der Kurdirektion.
Dort warteten sie auf eine der Holden der gestrigen Nacht die zum Rodeln eingeladen war.
Die Gute erschien, sprach einige wenige höflich absagende Worte und entschwand wieder. Daraufhin waren unsere beiden
Leporidologen (Hasenkundler, Latein für Angeber) noch schweigsamer. War wohl eher doch nach 5 Uhr morgens als sie aufgaben.
Da der frohe Mut entschwunden war - dorthin wo die Munterkeit der beiden schon weilte, vermutlich - wurde
das Rodeln unter Protest des Berichterstatters gecancelt. Erster Halt war dann der Predigstuhl, wo
wir bei schöner Aussicht futterten während im traditionellen Skigebiet die Skifahrer traditionell
skifuhren und traditionell die übliche Hütte beehrten. Herbert setzte nicht nur die unheilige Tradition fort
etwas alkoholfreies zu trinken, nein, er steigerte das Grauen noch indem er anschliessend ein Mineralwasser trank.
Wahrhaft verstörend.
Anschliessend wurde das Rodeln durch ein Kulturprogramm ersetzt. Strafe muss sein. Auf nach Hallstatt,
das ist a) schön b) Weltkulturerbe und c) um die Jahreszeit frei von Touristenhorden.
Pflichtteil des Besuchs war natürlich die Kirche samt ihrem berühmten Friedhof und Beinhaus. Herbert zeterte zwar von wegen
Treppensteigen, aber wer in den Wald ruft darf den Rausch nicht fürchten (oder so). Die bemalten
Schädel sind sehenswert, ebenso der gotische Hochaltar und auch die barocke Krippe die noch ausgestellt war.
Anschliessend ging es unter heftigen Protesten von Stefan von wegen er vertrüge keine Kultur in Richtung Museum.
Dort trafen wir - Überraschung - eine gute Bekannte von Herbert. Offensichtlich gibt es eine (oder mehr) ganze
Generation Frauen in der Gegend die er vollständig kennt. So kamen wir zu einer privaten Führung
durch das liebevoll neugestaltete Museum. Und dank unserer kindlichen Gemüter zahlten wir
auch nur Kindereintritt, wie an dem K auf der Eintrittskarte erkennbar ist.
Unser Plan den einen oder anderen Beamer aus den
Multimediainstallationen zu "befreien" konnten wir allerdings wegen der Führung nicht umsetzen, offensichtlich ist
Herbert schon bekannt.
Letzter Programmpunkt des Tages war dann ein Kaffee in einem Lokal dessen Besitzerin wiederum - Überraschung - eine
Bekannte von Herbert ist. Übrigens - eine einzelne verirrte japanische Touristin war doch in Hallstatt.
Um Herbert endlich wieder zu normalisieren wurde noch ein kurzer Stopover im KuK eingelegt wo er dann doch - nach viel gutem Zureden
der Kellnerin ("Geh Herbert, sonst magst des doch auch") und der inzwischen anwesenden Alex (Herberts Alex, nicht Sonjas Alex. Verwirrt? Gut so.)
nach einem letzten alkoholfreien
Kaffee endlich wieder ein Bier trank. Der Insiderwitz mit dem "neonrosa Hoserl" wird jetzt aber nicht erklärt.
Der Abend begann mit einem leicht verzweifelten Alex der seine schwäbische Karosse partout nicht dazu überreden konnte
den Hang zum Parkplatz des Grabnerwirten elegant zu meistern. Nach einer Viertelstunde kam er dann aber doch in die Gaststube nach.
Merke: ein Winterfahrkurs kann nie schaden wenn man aus dem flachen Land kommt.
Beim Grabner gab es für alle ausser Stefan - dem Quertreiber - Holzknechtnocken. Stefan verweigerte mit dem Argument daß die Zutaten
dieselben wie in Spätzle seien und er die zur Genüge kenne. Aha - in Gsiberg werden Spätzle also in Schmalz gebacken?
Oder was? Jetzt wissen wir jedenfalls daß "vegetarisch" nicht notwendigerweise "gesund" heissen muss. Aber mit Zirbenem kommt
man über alles weg.
Dann gings (Alex und seiner Prunkkarosse sei dank) in beschaulichem Tempo ins traditionelle KuK zurück. Dort wartete Alex (Wieder verwirrt?
Oder immer noch verwirrt? Egal, Hauptsache verwirrt)
auf ihren Herbert (Teilzeiteigentum). Letzterer war wieder normal. Trank Bier und musste wieder auf einen dringenden "Kundenbesuch". Das Leben als
Innendienstleister scheint aufreibend zu sein. Die üblichen Anrufe vom Judy aus blieben unbeantwortet. Offensichtlich lernte Herbert dazu und schaltete
seine Quäkleiste aus. So zogen wir dann nachdem wir den Schnapsvorrat vernichtet hatten (Schande Judy! Das nächste mal bitte mehr vorbunkern), der
Rumvorrat dezimiert war und Sonja einen gehaltvollen Bergmannspunsch genossen hatte weiter ins Augustin Huber. Dann folgte der traditionelle Filmriss bei den
Beteiligten. Aber da waren alle (ausser Herbert dem Dienstleister) wieder im KuK.
Sonntag
Traditioneller Zaunerbesuch. Herbert meldete sich immerhin telefonisch. Das Leben als Hahn im Korb ist nicht leicht. Bauernregel (Regel - wie sinnig) dazu:
"Ist unser Herbert im Winter spitz, braucht er bald nen Kindersitz." Und aus.
Man kann tradionell festhalten: es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut. Bis zum nächsten Jahr!
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